Über uns

PLAYADES ist eine internationale freie Gruppe. Sie wurde 2010 in London von 7 Schauspielerinnen aus 3 Kontinenten gegründet. Die Theatermacherinnen haben den Wunsch, ihre unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Hintergründe als Ausgangpunkt zu nutzen für neue Blickwinkel auf altbekannte Geschichten.
Seit 2014 besteht Playades als Verein nach Schweizer Recht mit Sitz in Naters, VS.

Die Ziele der Frauentruppe PLAYADES sind:

  • weibliche Figuren ins Rampenlicht zu rücken und starke, vielfältige, widersprüchliche Bilder weiblicher Lebenswelten zu inszenieren.
    In der Kulturgeschichte, die uns noch heute prägt, sind Männer die Regel und Frauen die Ausnahme. Dies ist für die Theatermacherin Ärgernis und Geschenk zugleich: Denn das Theater ist der Ort, um Gegenwelten zu entwerfen und unbekannte Realitäten aufzuzeigen. Dazu reicht es bisweilen schon, von Frauen und aus ihrer Perspektive zu erzählen. Wir freuen uns, mit unseren ZuschauerInnen auf Entdeckungsreise nach den unerzählten Geschichten zu gehen.

  • sich für den Austausch von Theatertexten und –traditionen über die Sprach- und Landesgrenzen hinweg zu engagieren.
    Playades wünscht sich Übersetzungen von Theaterstücken, welche für die Bühne geschrieben werden, nicht für die Universitätsbibliothek. – Sie wissen, dass jede Übertragung in gewisser Weise ein neues Werk schafft, und möchten diese Freiheit ausreizen: Wie kann ich den Ideen der Autorin in ebenbürtiger Kreativität begegnen?

  • selber Texte zu schreiben, aber auch bestehende in unerwarteten Kontexten neu zu entdecken.
    Die Gründerinnen von Playades sind in zwei Kulturen beheimatet. Sie sind in mancher Hinsicht „zwischen Stuhl und Bank“, also keiner ganz zugehörig. Dies bietet die Gelegenheit, viel Eigenes zugleich von aussen zu betrachten. (Was ist ein „schwieriger“ deutscher Klassiker wie Kleist in England wert, wo sein Name nicht automatisch Ehrfurcht gebietet?) Oder Dinge jenseits ihrer üblichen kulturellen Wertung neu zu erkunden. (Heinrich VIII mit seinen 6 Frauen – in Grossbritannien schon fast Popkultur! Was aber, wenn man Thematiken wie männlicher Erbe/ eheliche Treue / Todesgefahr Geburt durch die Augen einer Koreanerin neu erkundet?)

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